Mit schwankender Stimmung umgehen lernen

Stimmungsschwankungen in der Krise sind normal

Kennt ihr das? Ihr steht mit einigermaßen guter Laune auf, frühstückt etwas Leckeres, überlegt, was ihr diesen Tag Sinnvolles und Schönes tun könnt, räumt ein bisschen auf und auf einmal kippt eure Stimmung und ihr habt auf einmal nur noch Lust, euch ins Bett zu legen und gar nichts mehr zu tun? Vielleicht bekommt ihr auch Kopfschmerzen oder der Rücken tut euch weh? Wie kann das sein? Eigentlich ist ja nichts passiert!

Der Zusammenhang zwischen Gedanken, Gefühlen und dem Körper

Es ist etwas passiert! Wahrscheinlich habt ihr gegrübelt. Negative Gedanken produzieren negative Gefühle. Und negative Gefühle können psychosomatische Symptome in unserem Körper auslösen. Das Gute an dieser Reaktionskette ist, dass wir sie von hinten aufrollen können. Wenn wir unserem Körper etwas Gutes tun, verändern sich unsere Gefühle positiv und es werden wieder positive Gedanken in unserem Gehirn produziert. Und auch wenn wir unsere Gedanken positiv umstrukturieren, verändern sich unsere Gefühle wieder zum Positiven und Schmerzen im Körper können nachlassen.

Ein Stimmungstagebuch führen

Eine Methode aus der kognitiven Verhaltenstherapie ist das Stimmungstagebuch. Hier schreibt man zunächst eine Woche lang jede Stunde auf, was passiert und versieht das Ganze mit einer Stimmungszahl. Von +5 total super bis -5 total schlecht. So können wir herausfinden, welche Dinge unsere Stimmung positiv oder negativ beeinflussen.

Ich habe das einmal eine Zeit lang in einer Krise betrieben und war total über das Ergebnis erstaunt. Da gab es doch tatsächlich eine Person, bei der ich immer -5 schrieb, nachdem ich mit ihr Kontakt hatte. Ich hatte meine Stimmungsumschwünge immer auf andere Faktoren zurückgeführt. Es ist am Anfang etwas umständlich, aber es lohnt sich! Anschließend könnt ihr schauen, ob ihr eure negativen Stimmungsauslöser reduzieren und eure positiven Stimmungsauslöser verstärkt im Alltag einsetzen könnt.

Und auch mit folgenden Apps könnt ihr eure Stimmung tracken:

Moodpath

Arya

Positive Gedanken bewusst erzeugen

Wir können auch jeden Tag bewusst, sozusagen prophylaktisch, positive Gedanken produzieren. Wir können uns zum Beispiel jeden Tag beim Frühstück sagen: „Ich fühle mich sicher und geborgen. Dieser Tag wird ein guter Tag werden.“ Vor dem Einschlafen können wir uns sagen: „Ich bin beschützt, ich werde sehr gut schlafen und mit guter Laune aufwachen.“ Es gibt das Phänomen der „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“. Wenn wir an etwas glauben, kann es mit verstärkter Wahrscheinlichkeit sein, dass es in unserem Leben eintritt.

Unsere Gedanken bewusst umstrukturieren

Vielleicht stellt ihr fest, dass ihr immer wieder dieselben negativen Sätze denkt? Hier ist es hilfreich, einen positiven Gegensatz zu formulieren. Zum Beispiel:

„Ich werde total vereinsamen.“

Ein positiver Gegensatz wäre:

„Ich bin immer in mir geborgen.“

oder

„Liebe wirkt auch aus der Entfernung“.

Oder

„Liebe ist grenzenlos.“

Siehe hierzu auch meinen Artikel „Angstarten bei Corona“.

Wenn es bei euch mit den Stimmungsschwankungen wirklich total schlimm ist und diese Techniken gar nichts helfen, bitte ich euch, euren Hausarzt zu kontaktieren. Im Extremfall gibt es hilfreiche Medikamente gegen Stimmungsschwankungen.

Fühlt euch gedrückt!

Eure Sophie

Blog „Stimmungsjojo“ mit Tipps zur Stimmungsregulation

Veröffentlicht von Be happy!

Ich mache Kommunikation, die ins Herz trifft! Mein Herzensprojekt ist mein Be happy-Blog, auf dem sich möglichst viele Menschen über ihre Glücksmomente in Coronazeiten austauschen sollen. So helfen wir uns gegenseitig, Ängste zu überwinden!

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