Die Corona-Krise mit Mut statt Durchhalten bewältigen!

Immer, wenn es mir in meiner Kindheit und Jugend schlecht ging, sagte meine Oma zu mir „Du musst nur Mut haben, Kind“. Sie strich mir dann eine Semmel mit extra dick Butter und Marmelade und sah mich liebevoll an.

Aber was ist Mut eigentlich?

Das Wort „Mut“ stammt aus dem Indogermanischen „mo“= starken Willens sein, dem Germanischen „moda“ = Sinn und dem Althochdeutschen „muot“ = Seele, Geist, Gemüt und Kraft des Denkens, Empfindens und Wollen.

Mut stellt eine „Initiativkraft“ dar, die sich in einer realen Situation im konkreten Einsatz gegen Widerstände oder Gefahren beweisen muss. Nach Ansicht des Schweizer Psychotherapeuten Andreas Dick besteht Mut aus folgenden Komponenten:

1. eine Gefahr, ein Risiko auf sich zu nehmen, was möglicherweise den Tod, körperliche Verletzung, soziale Ächtung oder emotionale Entbehrungen zur Folge haben kann.

2. eine mit Klugheit und Besonnenheit gewonnene Erkenntnis darüber, was in einem bestimmten Moment richtig und was falsch ist.

3. Hoffnung und Zuversicht auf einen glücklichen, sinnvollen Ausgang.

4. ein freier Willensentschluss.

5. ein Motiv, das auf der Liebe beruht.

Mut hat also auch etwas mit Entscheidungsfreiheit, moralischem Denken, Hoffnung und Liebe zu tun. Es geht darum, mit all diesen Fähigkeiten Widerstände zu überwinden!

Kein Wunder, dass es nicht so einfach ist, mutig zu sein.

Wenn wir uns jedoch bewusst entscheiden, mutig zu sein, unser moralischer Kompass uns den Sinn dazu liefert, wir die Hoffnung und Liebe zum Leben in unserem Inneren aktivieren, dann kann es uns gelingen, mutig zu sein!

Anerkennend denke ich an meine Oma zurück. Sie war wirklich eine starke und mutige Frau. Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde sie aus dem Sudetenland in Tschechien in ein kleines Dorf nach Bayern vertrieben. Das war sicher alles andere als lustig. Aber ihren Mut hat sie ihr ganzes Leben lang nie verloren!

Entscheidet euch noch heute für euren Mut!

Buchtipp: Andreas Dick. „Mut – Über sich hinauswachsen.“ Hans Huber Verlag. Bern. 2010

Veröffentlicht von Be happy!

Ich mache Kommunikation, die ins Herz trifft! Mein Herzensprojekt ist mein Be happy-Blog, auf dem sich möglichst viele Menschen über ihre Glücksmomente in Coronazeiten austauschen sollen. So helfen wir uns gegenseitig, Ängste zu überwinden!

2 Kommentare zu „Die Corona-Krise mit Mut statt Durchhalten bewältigen!

  1. Liebe Frau Appl,, vielen Dank für dieses Thema (war auch für meinen nächsten Text vorgesehen!) Wir können nicht durchhalten, weil wir jagar nicht wissen, was genau und wie lange. Mut ist die bessere Haltung – wenn sie er auch manchmal Pause macht. Herzliche Grüße Angelika Rohwetter

    _____________________

    Psych. Psychotherapeutin Vor dem Steintor 14 28203 Bremen Tel. 0421 700049 angelika-rohwetter.de

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Frau Rohwetter, sehr gerne! Durchhalten hat so etwas von alles passiv ertragen und auch nichts hinterfragen. Mut ist da viel aktiver und reflektierter.

      Herzliche Grüße

      Sophie Appl

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: