Sicherheit erleben durch die eigene Vorstellungskraft: Die Tresorübung

Unsere Vorstellungskraft hat das Potential, uns zu heilen!

Die Traumatherapeutin Luise Reddemann hat Imaginationsübungen entwickelt, die Menschen helfen können, sich selbst zu trösten und sicher zu fühlen. Meine Lieblingsübung ist die Tresorübung, in der man sich vorstellt, dass man seine Ängste oder unangenehmen Dinge in einen gesicherten Tresor schließt, aus dem sie niemals ausbrechen können. Ich habe mir immer vorgestellt, dass mein Tresor tief unter dem Meeresgrund vergraben liegt und mit unzähligen Eisenketten gesichert ist.

Hier ist die Anleitung zur Tresorübung:


Suche dir eine Position, in der du für einige Minuten angenehm sitzen oder liegen kannst. Du kannst deine Augen geöffnet lassen oder sie schließen, ganz so, wie es für dich angenehm ist.

Stelle dir ein Behältnis vor, in das du alles ablegen kannst, was dich gerade belastet, woran du gerade nicht denken möchten, was dir gerade zu viel ist. Dieses Behältnis kann ein Tresor sein, so groß, wie man ihn in einer Bank kennt, es kann eine Truhe sein oder eine Schatulle, eine Vase oder ein Behältnis deiner Phantasie. Wichtig ist dabei, dass dieses Behältnis verschließbar ist und nur du das Behältnis öffnen und schließen kannst. Es soll stark und groß genug sein, so dass du wirklich alles, was dich gerade belastet, dort hineinlegen kannst.


Der Tresor oder dieses Behältnis steht in einem Raum. Dieser Raum kann in einem Gebäude sein oder in einer Höhle, einem Bergwerk oder irgendeinem anderen Versteck, ganz wie es für dich passend ist. Und auch dieser Raum kann nur von dir geöffnet werden. Stelle dir jetzt vor, wie du zu diesem Raum gelangst, in dem dein Tresor oder Behältnis steht, indem du die Dinge verwahren kannst, die du nicht mehr in deinem Leben haben möchtest. Stelle dir vor, wie du vor diesem Raum stehst und ihn öffnest. Nur du allein bist in der Lage, diesen Raum zu öffnen.

Stelle dir vor, wie du den Raum betrittst und dein Behältnis öffnest, zu dem nur du Zugang hast. Lege dort alles hinein, was dich belastet und womit du dich gerade nicht beschäftigen willst. Alle deine Bilder, Gedanken oder Gefühle kannst du jetzt in deinem Behältnis ablegen. Dort ist alles gut aufbewahrt, nichts geht verloren und kann zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es dir besser geht, wieder aus dem Tresor hevor geholt werden. Lege alles hinein, was du heute loswerden willst!


Wenn du wirklich alles in dein Behältnis gelegt hast, kannst du es wieder verschließen. Achte dabei darauf, dass nur du es bist, der das Behältnis öffnen oder schließen kann und wie gut es schließt. Überprüfe, ob du wirklich alles dort abgelegt hast, was du für heute loswerden wolltest. Wenn noch etwas fehlt, öffne dein Behältnis wieder und lege es auch das noch hinein. Dann verschließe dein Behältnis wieder, verlasse den Raum, in dem dein Behältnis steht und verschließe auch diesen gut.


Und es ist gut zu wissen, dass du jederzeit Zugang zu deinem Raum hast, indem dein Behältnis steht. Du kannst dort jederzeit die Dinge ablegen, die dich belasten und die du nicht mehr in deinem Kopf haben möchtest.


Kehre jetzt in deinem Tempo mit deiner Aufmerksamkeit langsam wieder in das Hier und Jetzt zurück.

Tipp: Hör-CD von Louise Reddemann mit Imaginationsübungen: „Imagination als heilsame Kraft.“

Veröffentlicht von Be happy!

Ich mache Kommunikation, die ins Herz trifft! Mein Herzensprojekt ist mein Be happy-Blog, auf dem sich möglichst viele Menschen über ihre Glücksmomente in Coronazeiten austauschen sollen. So helfen wir uns gegenseitig, Ängste zu überwinden!

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