Warum ein 2. Lockdown für uns schwieriger werden könnte

Gerade bin ich erstaunt über mich. Eigentlich hatte ich erwartet, dass ein 2. Lockdown nicht so schlimm für mich werden würde. Ich dachte, ich weiß dann ja schon, was ich machen muss. Aber gerade habe ich Angst. Der dunkle November ist immer eine schlimme Zeit für mich und jetzt kann ich nichts tun, um mich abzulenken. Ok, ich kann zum Friseur gehen, mir Kleidung kaufen und im Wald spazieren gehen. Aber ich weiß, dass die Stimmung auf den Straßen furchtbar sein wird, die ich als hochsensibler Mensch automatisch einsauge. Ich weiß, dass alle meine Freunde und Bekannten mieser drauf sein werden. Und das Schlimmste ist: Ich glaube nicht, dass der Lockdown nur bis Ende November geht. Ich erwarte Ende Februar. Ich sehe keine langfristige Strategie der Bundesregierung. Gerade fühle ich mich ausgeliefert, weil es keine absehbare Situation ist und wahrscheinlich viele Clubs, Restaurants, Hotels und Kultureinrichtungen nach dem 2. Lockdown pleite sein werden. Was ist das dann für eine Lebensqualität?

Natürlich werde ich trotzdem versuchen, mich auch auf das noch mögliche Positive zu konzentrieren, aber wenn ich mich jetzt schon auf den möglichen Worst Case vorbereite, wird er mich nicht so umhauen. Vielleicht entwickelt die Bundesregierung eine gute, langfristige Strategie. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Zum Glück bin ich anscheinend nicht alleine mit meinen Gefühlen. Der Psychiater Leonhard Schilbach erklärt im Interview mit dem Zeit-Magazin, warum ein 2. Lockdown für uns schwieriger werden könnte.

Er hat auch eine sehr hilfreiche, psychologische Anleitung herausgebracht, wie man mit einem Lockdown umgehen kann. Sie heißt: „Psychisch gesund bleiben während Social Distancing, Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen auf Grund des Corona-Virus“

Was mich derzeit beruhigt ist, dass verstärkt Diskussionen zu den Corona-Maßnahmen geführt werden und wieder mehr Perspektiven gezeigt werden. Zum Beispiel hier in einem Statement der Ärztezeitung:

Ich sende euch viel Kraft und natürlich werden wir das irgendwie schaffen. Der Mensch ist immer viel zäher, als er denkt!

Eure Sophie

P.S: Falls du Tipps hast für den 2. Lockdown, freue ich mich über Kommentare!

Veröffentlicht von Be happy!

Ich mache Kommunikation, die ins Herz trifft! Mein Herzensprojekt ist mein Be happy-Blog, auf dem sich möglichst viele Menschen über ihre Glücksmomente in Coronazeiten austauschen sollen. So helfen wir uns gegenseitig, Ängste zu überwinden!

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